Als elektrische Anlagen gelten Anlagen mit elektrischen Betriebsmitteln zur Erzeugung, Übertragung, Umwandlung, Verteilung und Anwendung elektrischer Energie. Dies schließt Energiequellen wie Batterien, Kondensatoren, Verteilungen und alle anderen Quellen gespeicherter elektrischer Energie ein. Den elektrischen Betriebsmitteln werden Werkzeuge, Ausrüstungen, Schutz- und Hilfsmittel, soweit an diese Anforderungen hinsichtlich der elektrischen Sicherheit gestellt werden, gleichgesetzt.

Eine Elektrofachkraft (EFK) ist eine Person, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung (Berufsausbildung/Studium im elektrotechnischen Bereich), Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen/Bestimmungen, die ihr übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) ist eine Person, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung in Theorie und Praxis, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der bei diesen Tätigkeiten zu beachtenden Bestimmungen die ihr übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.

Eine Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) ist, wer durch eine Elektrofachkraft (EFK) über die ihr übertragenen Aufgaben und die möglichen Gefahren bei unsachgemäßem Verhalten unterrichtet und erforderlichenfalls angelernt, sowie über die notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen unterwiesen wurde.

Als ein elektrotechnischer Betrieb oder als ein elektrotechnischer Betriebsteil zählt jeder Bereich, der sich mit elektrotechnischen relevanten Sicherheitsaufgaben befassen muss. Das ist die Definition aus Anhang A der VDE 1000-10.2009-01[1]. Was unter Sicherheitsaufgaben zu verstehen ist, legt die Norm nicht fest[2]. Allerdings dürften alle Tätigkeiten im Bereich der Elektrotechnik, die für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter […]

Als elektrotechnischer Laie wird eine Person bezeichnet, die weder Elektrofachkraft (EFK) oder Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) ist, noch über sonst eine elektrotechnische Qualifikation verfügt.

Grundsätzlich ist an Hochspannungsanlagen und auch an bestimmten Niederspannungsanlagen der Bereich der Arbeitsstelle zu erden und kurzzuschließen. Die Erdungs- und Kurzschließeinrichtung muss erst an der Erdungsanlage angeschlossen werden. Danach sind die zu erdenden aktiven Leiter anzuschließen. Der Rückbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.