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Elektrische Prüfanlagen - Schulungen

Prüfplätze

Elektrische Prüfanlagen sind in vielen Unternehmen unverzichtbar, ob in der Forschung und Entwicklung, der End-of-Line Prüfung in Fertigungslinien oder an einer Prüftafel in der Elektrowerkstatt. Die normativen Vorgaben für das Errichten und Betreiben von elektrischen Prüfanlagen sind in den genannten Beispielen zu prüfen bzw. entsprechend zu beachten.

Weil Tätigkeiten an elektrischen Prüfanlagen unter die Regelung der Arbeiten unter Spannung ohne besondere technische und organisatorische Maßnahmen fallen, sind normativen Vorgaben bestimmungsgemäß anzuwenden. Anderenfalls bestehen für den Unternehmer bzw. die Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) ein Haftungsrisiko und für die prüfenden Personen bzw. für Personen in der Nähe der Prüfanlage ein Verletzungsrisiko.

Unsere praxisnahen Prüfanlagen-Seminare vermitteln die notwendigen Fachkenntnisse und bereiten Ihre Mitarbeiter optimal auf das sichere und normgerechte Errichten und Betreiben von elektrischen Prüfanlagen vor.

Wann wird eine elektrische Prüfanlage benötigt?

Elektrische Prüfanlagen sind alle notwendigen Prüfgeräte, Prüfmittel und Einrichtungen, welche zur Prüfzwecken zusammenwirken, um elektrische Prüfungen an einem Prüfobjekt durchzuführen. Hierzu sind die Vorgaben der DIN EN 50191 (VDE 0104) und der DGUV Information 203-034 einzuhalten, wenn das Berühren unter Spannung stehender Teile gefährlich ist.

Dies ist in der Regel gegeben, wenn:

  • die Spannung bei Frequenzen bis 500 Hz mehr als AC 25 V oder DC 60 V beträgt.
  • der durch die Spannung hervorgerufene Strom bei Wechselspannung größer als 3 mA effektiv bzw. bei Gleichspannung größer als 12 mA ist.
  • bei Frequenzen über 500 Hz die Stromwerte nach Tabelle A.1 der DIN EN 50191 (VDE 0104) überschritten sind oder
  • die elektrische Entladungsenergie höher als 350 mJ ist.

Ohne die entsprechende Fachkunde kann das Errichten und Betreiben von elektrischen Prüfanlagen in der Praxis weder rechtssicher noch entsprechend der normativen Vorgaben umgesetzt werden.

Unser Prüfanlagen-Seminar bereitet Sie praxisnah auf diese Aufgaben vor.

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Varianten von elektrischen Prüfanlagen

Elektrische Prüfanlagen können entsprechend der normativen Vorgaben und der entsprechenden Prüftätigkeit in verschiedenen Varianten ausgeführt werden. Hierbei unterscheiden sich die normativen Vorgaben der Errichtung und des Betriebes entsprechend der gewählten Variante.

Die Norm unterscheidet dabei zwischen folgenden Varianten:

  • Prüfplatz mit zwangläufigen Berührungsschutz
  • Prüfplatz ohne zwangläufigen Berührungsschutz
  • Nichtstationärer Prüfplatz
  • Prüffelder

Da sich die einzelnen Varianten in der Errichtung aus entsprechenden Grundvorgaben und spezifischen Vorgaben zusammensetzen, kann ein allgemeines Kochrezept zur Errichtung von elektrischen Prüfanlagen nicht umgesetzt werden. Jede elektrische Prüfanlage sollte bei der Errichtung also entsprechend der Grundvorgaben und der spezifischen Variantenvorgaben abgeglichen werden.

Hierbei kann eine Checkliste zur Prüfplatzbewertung die Errichtung entsprechend der normativen Vorgaben für die Elektrofachkräfte (EFK) oder die Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) erleichtern.

Grundvorgaben an das Errichten von elektrischen Prüfanlagen

In der DIN EN 50191 (VDE 0104) sowie der DGUV Information 203-034 sind Grundvorgaben für das Errichten von elektrischen Prüfanlagen vorgegeben. Diese beziehen sich auf alle Varianten von elektrischen Prüfanlagen.

Folgende Grundvorgaben sind bei der Errichtung zu beachten:

  • Schutz gegen direktes Berühren
  • Schutz gegen indirektes Berühren
  • Erdfreier Prüfaufbau
  • Abgrenzungen des Prüfbereiches
  • Signalleuchten, Meldeleuchten und Kennzeiche
  • Not-Aus-Einrichtungen
  • Schutz gegen unbefugtes und unbeabsichtigtes Einschalten
  • Schutz gegen automatisches Einschalten
  • Schutz gegen Restspannungen und Spannungsverschleppungen

Es kann spezifisch in Varianten von elektrischen Prüfanlagen auch ein Verzicht auf entsprechende Grundvorgaben in der normativen Vorgabe beschrieben werden. So kann beispielsweise bei einem Prüfplatz mit zwangläufigen Berührungsschutz in normaler nichtbegehbarer Ausführung auf eine Not-Aus-Einrichtung verzichtet werden, wenn dabei keine Gefährdungen entstehen.

Spezifische Variantenvorgaben an das Errichten von elektrischen Prüfanlagen

Entsprechend der genannten Varianten von elektrischen Prüfanlagen werden in der DIN EN 50191 (VDE 0104) und der DGUV Information 203-034 entsprechende Vorgaben zur Errichtung beschrieben.

Folgende spezifische Variantenvorgaben sind bei der Errichtung eines Prüfplatzes mit zwangläufigen Berührungsschutz in normaler nichtbegehbarer Ausführung zu beachten:

  • Berührungsschutz und Schutzart des zwangläufigen Berührungsschutzes
  • Eventuell vorhandene berührungslos wirkende Schutzeinrichtung
  • Einschalten und Ausschalten der Prüfstromkreise
  • Fehlerverhalten der Prüfstromkreise

Nach der entsprechenden Umsetzung der Grundvorgaben und spezifischen Variantenvorgaben kann eine elektrische Prüfanlagen normativ korrekt errichtet werden.

Der Betrieb von elektrischen Prüfanlagen

Nach der Errichtung der elektrischen Prüfanlagen sind die normativen Vorgaben für den sicheren Betrieb zu beachten. Hierbei sind durch den Unternehmer bzw. die Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) die Rahmenbedingungen zum sicheren Betrieb festzulegen. Folgende Themen sind beispielsweise zu beachten:

  • Die Beurteilung der Gefahrenpotenziale durch eine Gefährdungsbeurteilung.
  • Festlegung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen, resultierend aus der Gefährdungsbeurteilung.
  • Erstellung einer Betriebsanweisung für die elektrische Prüfanlage. Hierbei sind eventuell vorhandene Prüfanweisungen bzw. Prüfprozeduren einzubeziehen.
  • Prüfanlage unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft (EFK) betreiben. Prüftätigkeiten nur durch Elektrofachkräfte (EFK) oder Elektrotechnisch unterwiesene Personen (EuP)
  • Sichtprüfung vor Prüfbeginn. Sicherheitseinrichtungen der elektrischen Prüfanlage zyklisch durch eine Elektrofachkraft auf Wirksamkeit prüfen lassen.
  • Die Rollen bei Instandhaltungstätigkeiten entsprechend der VDE 0105-100 regeln. Die Rolle des Arbeitsverantwortlichen bei Prüftätigkeiten entsprechend der DIN EN 50191 (VDE 0104) regeln.
  • Regelung von gleichzeitigen Montage- und Prüfarbeiten. Vorgaben zu Messzubehör bei handgeführter Nutzung. Alleinarbeit bzw. Regelung weiterer Personen in Sicht- und Hörrufweite bei durchzuführenden Prüfungen.
  • Unterweisung der Mitarbeiter.

Unser Prüfanlagen-Seminar vermittelt praxisnah, wie Sie elektrische Prüfanlagen sicher Errichten und Betreiben – durch erfahrenen Dozenten. So sind Sie bestens vorbereitet, um Ihre elektrischen Prüfanlagen sicher und rechtssicher zu betreiben.

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Prüfanlagen-Seminare bei MEBEDO – Ihre Vorteile

Unser Prüfanlagen-Seminar ist darauf ausgelegt, Ihre Mitarbeiter optimal auf die Errichtung und den Betrieb von elektrischen Prüfanlagen vorzubereiten. Dabei legen wir besonderen Wert auf erfahrene Trainer und individuell angepasste Schulungskonzepte. Hier sind die zentralen Vorteile auf einen Blick:

  • Erfahrene Dozenten: Unsere Trainer verfügen über langjährige Praxiserfahrung und vermitteln die Inhalte verständlich und anschaulich.
  • Individuelle Beratung: Wir bieten Inhouse-Seminare an, die genau auf die Anforderungen Ihres Unternehmens zugeschnitten sind.
  • Umfangreiches Ausbildungsmaterial: Quickcheckflyer und Plakate erleichtern den Arbeitsalltag und dienen als praktische Nachschlagewerke.
  • Unser Ziel: Ihre Mitarbeiter sicher, effizient und normgerecht auf das Errichten und Betreiben von elektrischen Prüfanlagen vorzubereiten.