Welche Seminarform passt zu Ihrem Bedarf?
| Bianca Matern | Seminare und Schulungen
Montagmorgen, 6.45 Uhr. In der Werkstatt riecht es nach Kaffee und verbrannter Wicklung eines Elektromotors. Drei Monteure stehen bereits am Transporter, während Geschäftsführer Thomas Müller mit seiner Meisterin Anna im Büro sitzt. Auf dem Tisch liegt die Deutsche Handwerkszeitung, mit Erinnerungen an die jährliche Sicherheitsunterweisung und Informationen zu Fortbildungen im Bereich Elektrosicherheit. Speziell dem notwendigen Erhalt der Fachkunde für die im elektrotechnischen Bereich tätigen Personen.
„Wir müssen unsere Leute mal wieder schulen“, sagt Müller. Zumal sich gerade auch das Tätigkeitsfeld des Betriebes verändert. Wallboxen, PV-Anlagen und Wärmepumpen sind neben der klassischen Elektroinstallation mittlerweile ihr Tagesgeschäft.
„Weiterbildung ja, aber wie? Schicken wir zwei raus zu einem offenen Seminar oder holen wir jemanden zu uns?“
Eine Frage, die wir bei MEBEDO regelmäßig hören. Denn beide Wege führen zum Ziel. Entscheidend ist, welcher besser zum Betrieb passt.
Als Thomas Müller schließlich seine Entscheidung trifft, fällt sie differenziert aus. Anna besucht ein offenes Seminar, um neue Impulse mitzunehmen und ihr Netzwerk zu erweitern. Für das gesamte Montage- und Werkstattteam wird anschließend ein Inhouse Seminar organisiert, abgestimmt auf die betrieblichen Gegebenheiten und die auszuführenden Tätigkeiten.
Genau diese Kombination erleben wir häufig. Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein bewusstes Abwägen.
Wenn der Blick über den Tellerrand zählt: Offene Seminare
Ein paar Wochen später sitzt Meisterin Anna Meier in einem offenen Seminar mit elf weiteren Teilnehmenden aus unterschiedlichen Betrieben. Neben ihr ein Kollege aus einem Industriebetrieb, gegenüber einem Verantwortlichen aus einem kommunalen Unternehmen. Schon in der Vorstellungsrunde wird klar: Die Herausforderungen ähneln sich, die Lösungswege unterscheiden sich jedoch oft deutlich.
Genau hier liegt die Stärke offener Seminare.

Offene Seminare bieten Betrieben und Unternehmen die Möglichkeit, ihre Mitarbeitenden gezielt weiterzubilden und gleichzeitig vom Erfahrungsschatz anderer zu profitieren. In Diskussionen entstehen neue Perspektiven. Fragen aus anderen Branchen regen zum Nachdenken an. Best Practice Beispiele werden geteilt, Stolpersteine offen angesprochen.
Für viele ist dieser Austausch ein echter Mehrwert. Wer den eigenen Betrieb weiterentwickeln möchte, profitiert enorm davon, zu hören, wie andere ihre Organisation aufstellen, Prüfprozesse strukturieren oder Verantwortung im Arbeitsschutz regeln.
Offene Seminare eignen sich besonders, wenn einzelne oder mehrere Mitarbeitende spezifisches Fachwissen vertiefen sollen oder wenn es darum geht, Impulse von außen in den Betrieb zu tragen.
Wenn es passgenau sein soll: Inhouse Seminare
Zurück zu Thomas Müller und seiner Planung. Einige Themen betreffen nicht nur einzelne Personen, sondern das gesamte Team. Interne Abläufe, Zuständigkeiten, Gefährdungsbeurteilungen, praktische Fragestellungen aus dem eigenen Alltag und aktuell die Herausforderung das eigene Messsystem passend einzusetzen.
Hier kommt die zweite Option ins Spiel: das Inhouse Seminar.
Inhouse bedeutet bei MEBEDO: Wir kommen dorthin, wo Sie uns brauchen. Unsere Dozenten führen das Seminar direkt im Unternehmen durch und bringen sämtliche Materialien (verschiedene Messgeräte, Demogeräte, Anschauungsmaterial und Unterlagen) mit. Der Betrieb muss nichts organisieren außer einem geeigneten Raum und den Teilnehmenden. Gerne aber auch eigene Mess- und Prüftechnik für praktische Übungen oder vorhandene Schutzausrüstungen, um im Seminar darauf eingehen zu können.
Der Vorteil eines Inhouse Seminars liegt auf der Hand. Inhalte können unmittelbar auf die betriebliche Situation zugeschnitten werden, ohne das Vermitteln von normativem und fachlichem Wissen außeracht zu lassen. Es geht nicht um allgemeine Beispiele, sondern um konkrete Anlagen, reale Arbeitsplätze und bestehende Prozesse. Fragen werden dort geklärt, wo sie entstehen. Alternativ besteht bei MEBEDO die Möglichkeit, das Inhouse Seminar in unserem Kompetenzzentrum in Montabaur durchzuführen. Manche Betriebe entscheiden sich bewusst für diesen Rahmen. Raus aus dem Tagesgeschäft, hinein in eine konzentrierte Lernumgebung. Moderne Schulungsräume, praxisnahe Ausstattung und die Möglichkeit, sich als Team ohne Ablenkung auf die Inhalte zu fokussieren.

Beide Varianten bieten dieselbe inhaltliche Tiefe. Der Unterschied liegt im Umfeld.
Die richtige Entscheidung ist immer betriebsspezifisch
Offene Seminare schaffen Austausch, erweitern Horizonte und bringen frische Ideen in den Betrieb.
Inhouse Seminare ermöglichen maßgeschneiderte Lösungen, beziehen das gesamte Team ein und greifen konkrete betriebliche Fragestellungen auf.
Es ist entscheidend, dass Weiterbildung nicht als Pflichttermin verstanden wird, sondern als strategisches Instrument. Wer seine Mitarbeitenden gezielt qualifiziert bzw. die Qualifikation erhält, stärkt Rechtssicherheit, Fachkompetenz und Motivation im Unternehmen.
Und manchmal beginnt alles mit einer einfachen Frage am Montagmorgen.
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